Die Investition in hochwertige Restaurationsformen zahlt sich langfristig immer aus. Vor 15 Jahren wurden über 80 Prozent der Seitenzahnversorgungen in Deutschland entweder aus dem leicht verarbeitbaren und daher preiswerten Amalgam, oder dem schon damals teuren Gold; -also letztlich aus Metallen-; angefertigt.
Zahnfarbene Werkstoffe für den Seitenzahnbereich gab es zwar damals auch schon. Diese waren jedoch häufig nicht ausreichend kaudruckstabil. Außerdem gab es noch keine hinreichend lange erprobten Verbundsysteme, die eine vollflächige und dauerhaft belastbare "Verklebung" zwischen allen Zahnhartsubstanzen und den zahnfarbenen Restaurationswerkstoffen (Kompositen u. Keramiken) ermöglichten.
Ich habe 1995, zunächst mit sehr vorsichtiger Indikationsstellung, begonnen, zahnfarbene Komposite im Seitenzahnbereich einzusetzen. Aufgrund sehr guter Erfahrungen und einer extrem geringen Mißerfolgsrate sind Metallfüllungen, sowohl aus Amalgam, als auch aus Gold, heute in meiner Praxis die absolute Ausnahme.
Bis zu einer gewissen Größe halte ich eine werkstoffgerecht und sorgfältig gefertigte direkte Kompositrestauration für eine zeitgemäße und gute konservierende, also zahnerhaltende Maßnahme.
Ist die Restsubstanz des Zahnes zu gering bzw. zu stark frakturgefährdet, ist ein Keramik- Inlay, -Onlay oder -Overlay bzw. eine (Teil-)Krone besser geeignet, den Zahn zu erhalten.


